Thats Me !!!

Prolog

Sternenklar war diese Nacht. Ein kühler Wind wehte und streifte sanft über den kalten, klaren See, in dem sich der große silberne Mond spiegelte Die Äste der Trauerweide wiegten leicht im Wind. Außer dem Rascheln der Äste war es still.
<< In dieser Nacht geschieht etwas Besonderes >> das spürte Flavius, der hoch oben zwischen Blättern, Ästen und Baumstämmen saß. Versteckt von dort aus beobachtete er den Zufahrtsweg der zur alten, verlassenen Burg führte... sein Reich. Eigentlich war es gar nicht nötig, dass er sich versteckte, denn es war schon ewig lange her, dass jemand hierher kam.
Die Burg war umgeben von Bäumen und man sah auch nichts anderes, sogar dann nicht, wenn man auf dem höchsten Turm der Burg saß.
Man erzählte sich grausame Geschichten, der Wald sei verwünscht, blutrünstige Wesen mit spitzen Zähnen, blass und groß, meistens männlicher Gestalt, würden sich dort hinter den Bäumen und Büschen verstecken und würden die Menschen aus dem Hinterhalt heraus anfallen und ihnen das Blut aussaugen. Ja, genau! Die Rede ist von Vampiren und eben so einer war Flavius, doch schon lange hatte er nicht mehr menschliches Blut geschmeckt. << Schönes, dunkles, rotes Blut... >> dachte Flavius und die Lust stieg wieder in ihm auf. Er sehnte sich so sehr danach, doch so schnell in ihm die Lust wieder aufstieg, versiegte sie wieder, wenn er an den Vorfall vor Hundert Jahren dachte. << Hundert Jahre... >> seufzte er und schloss die Augen. Noch einmal spielten sich die schrecklichen Bilder in seinem Kopf ab.. Durch einen markerschüttertem Schrei wurde Flavius aus seine Gedanken gerissen. Er blickte sich schnell um. << Was war das? >> Er ließ seine Augen umherschweifen, doch er sah nichts. Hatte dort wirklich jemand geschrieen oder hatten ihm seine Sinne mal wieder einen Streich gespielt, wie es so oft vorkam, wenn er an früher dachte? Flavius hatte es schon als Einbildung abgetan, als er plötzlich eine Bewegung am Osttor der Burg wahr nahm. Es war eine kleine, zierliche, weiße Gestalt. Schnell huschte er zum Osttor hinüber und durchschritt es und blickte sich abermals um. Die Gestalt war verschwunden. << Hallo...? >> hörte auf einmal eine piepsige, ängstliche Stimme fragen. Sie kam direkt aus der Richtung vor ihm. Langsam schritt Flavius auf die Büsche zu... er atmete schwer << Kann das wirklich wahr sein...? >> dachte er. Vorsichtig schob Flavius die Äste beiseite und er traute seinen Augen nicht. Ein kleines Mädchen, blass, mit langen weißen Haaren und großen schwarzen Kulleraugen saß vor ihm im taufeuchtem Gras und sah ihn an...

17.7.06 16:33

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